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Arbeitseinsatz Urlaub einmal ganz anders.... |
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Der Entschluss, einmal mit nach Spanien in das Tierheim APAP Tossa zu fahren, viel uns nicht schwer. Voller Neugierde und Vorfreude fuhren wir also am 27.07.2010 endlich mit Steffi und Harry nach Tossa de Mar. Ca. 1500 Kilometer und 16 Stunden später waren wir dann endlich da. Noch etwas geschafft und müde von der Fahrt stiegen wir aus dem Auto und wurden gleich von zahlreichen Hunden und Katzen, die frei auf dem großen Gelände leben, begrüßt. Anschließend wurden wir Isabell und Michel vorgestellt. Den beiden gehört das Tierheim und sie leben direkt auf dem Gelände. Auch die Engländerin Kim, die schon seit vielen Jahren im Tierheim arbeitet, lernten wir kennen. Danach wurden uns auch schon die Zwinger mit den Hunden und die Katzengehege gezeigt. Die meisten Hunde kamen gleich zum Zaun und freuten sich über ein paar Streicheleinheiten. Nachdem wir alle begrüßt hatten, wurde uns das kleine Häuschen gezeigt, das für Gäste und Helfer bereit steht... Es ist zwar nicht besonders groß, aber man hat alles, was man braucht. Eine warme Dusche, eine kleine Küche und ein Bett. Da es in dem Häuschen für 4 Personen zu eng ist, schliefen wir im Zelt. Am Tag unserer Ankunft machten wir eigentlich nicht mehr viel... Nach einem kurzen Nickerchen fuhren wir in die Stadt zum Bummeln und kauften dann gleich noch im Supermarkt ein bisschen Verpflegung ein. Am nächsten Tag gingen wir gleich nach dem Frühstück zu den Tieren. Unsere „Hauptaufgaben“ bestanden darin, einige Hunde zu waschen, Floh- und Zeckenmittel zu verteilen, die Zwinger sauber zu machen, das Fressen für die Katzen zu schneiden, die Katzen zu füttern, den Sonnenschutz für die Zwinger zu erneuern und handwerkliche Tätigkeiten zu erledigen. Neben diesen Aufgaben war es auch sehr wichtig, neue Fotos von den Tieren zu machen, damit die Leute über die verschiedenen Hunde und Katzen mehr informiert werden. Dazu gehörte auch, das Verhalten der Hunde zu beobachten und Auffälligkeiten zu melden, was auch sehr wichtig ist, da die Vermittlung der Tiere so besser vorbereitet werden kann. Man will ja so viel wie möglich über die Tiere wissen, bevor sie in eine neue Familie gehen.
Die „Arbeit“ dort hat uns sehr viel Spaß gemacht... Wobei man es nicht direkt als arbeiten bezeichnen kann, denn alles läuft zwanglos und freiwillig ab. Isabell und Michel sind natürlich über jede Hilfe dankbar und wenn man erst einmal dort ist, tut man alles gern, damit es den Hunden und Helfern ein bisschen besser geht. Die bleibensten Eindrücke für uns waren ein Besuch in der Perrera in Tossa und im Tierheim Argentona. Es ist einfach traurig zu sehen, wie die Tiere in der Perrera gehalten werden, so lieblos und kaltherzig! Voller Entsetzen gingen wir durch die Reihen, überall nur Beton und kleine Zwinger vollgestopft mit Hunden... Im Tierheim Argentona sieht es dagegen anders aus. Die Zwinger sind zwar auch voll, da es viel zu viele hilfebedürftige Tiere gibt, jedoch sieht man den Pflegern ihre Tierliebe an. Die Hunde und Katzen werden dort sehr gut behandelt. Wir durften auch 2 alte Hunde aus dem Tierheim Argentona mit nach Tossa nehmen, um wenigstens etwas Entlastung zu schaffen. Wir bereuen nicht, dass wir die Perrera und das Tierheim Argentona besucht haben, denn man sollte auch andere Unterkünfte für die heimatlosen Tiere sehen. Zwar waren dies sehr traurige Momente, da einem erst einmal bewusst wird, wie viele Tiere eigentlich als „Müll“ weggeworfen werden und im Tierheim leben müssen. Da wir eine sehr starke Bindung zu den meisten Hunden und Katzen aufgebaut hatten, viel uns der Abschied sehr, sehr schwer. Natürlich hätten wir gerne alle mitgenommen, doch das ist ja leider nicht möglich! Daher haben wir mit ein paar Kratzern als Suevenier (vom Spielen mit den Hunden) wehmütig die Heimreise angetreten. Für uns steht auf jeden Fall fest, dass wir nächstes Jahr wieder nach Tossa fahren, um wenigsten ein bisschen zu helfen. Andi & Nadine |
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